Deutscher Fotorat e.V.
Newsletter Februar 2026
Der 2021 gegründete Deutsche Fotorat ist der Dachverband der Fotografie in Deutschland und seit 2023 Mitglied im Deutschen Kulturrat. 47 Mitgliedsorganisationen setzen sich im Dachverband für das Medium Fotografie, die Fotokultur und die fotografische Berufspraxis ein.
Themen in diesem Newsletter
→ Vereinsnews & Neues aus den Arbeitsgruppen
→ Mitglieder im Fokus: Drei Fragen an Stephan Fürnrohr, GDT-Präsident
→ Aktuelles von unseren Mitgliedern
→ Ausblick: Branchentreffen in Hamburg
Aktuelles
Vereinsnews & Neues aus den Arbeitsgruppen

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© H.R. Schulz/Bayerische Staatsbibliothek
Datenbank Fotoerbe

Die Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst fördert eine Machbarkeitsstudie zum Aufbau einer Datenbank zum fotografischen Erbe. Ein entsprechender Antrag wurde von der Arbeitsgruppe Fotografisches Erbe 2025 eingereicht und bewilligt. Ziel ist die Schaffung einer zentralen digitalen Plattform zum fotografischen Erbe in Deutschland. In einem ersten Schritt trafen sich Mitglieder der AG – Lutz Fischmann, Hanns-Peter Frentz, Anna Gripp und Cornelia Jahn – am 20. Januar 2026 zu einem Workshop mit Vertretern der Berliner Agentur Hillmeneutik , um gemeinsam ein tragfähiges Zielbild für Umfang, Prozesse und Anforderungen der Datenbank zu erarbeiten.

Veröffentlicht am 17.02.2026
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KI-Podcast - Folge 13

Im Januar 2026 ist viel passiert rund um KI, Bilder und Video. Das chinesische Videomodell Kling 3.0 kann jetzt 4K-Videos, mehrere Kameraperspektiven in einem Clip und immer realistischere Szenen erzeugen, "Flux 2 Klein" ist die Minivariante von Flux 2.  Wir fragen uns, was "Lügnerdividende" ist und schauen etwas genauer auf die Negativszenarien des CEO von Anthropic. Wir untersuchen die Kennzeichnungspflicht des EU AI Acts, besprechen die Microsoft-Studie zur weltweiten Nutzung von KI und sind erstaunt, dass die USA nur im Mittelfeld und hinter Deutschland liegt.

Veröffentlicht am 19.02.2026
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Mitglieder im Fokus
Drei Fragen an Stephan Fürnrohr, Präsident der Gesellschaft für Naturfotografie (GDT)

Europäischer Naturfotograf des Jahres 2025, 1. Platz Kategorie „Mensch und Natur" | © Britta Jaschinski
Mit über 2.400 Mitgliedern gehört die 1971 gegründete Gesellschaft für Naturfotografie (GDT) zu den mitgliedsstarken Fotografie-Verbänden im Deutschen Fotorat. Inwieweit unterschiedet die GDT heute zwischen Amateur- und Profifotografie?
»Die GDT ist kein Berufsverband, unser Vereinsziel besteht in der Förderung der Naturfotografie an sich sowie deren Sichtbarmachung in der Öffentlichkeit. Da in der Naturfotografie möglicherweise noch mehr als in anderen fotografischen Genres die Grenzen zwischen professioneller Arbeit (im Sinne von Broterwerb) und ausschließlich als Hobby betriebener Leidenschaft fließend sind, ist eine scharfe Trennlinie an dieser Stelle nicht vorhanden. Das spiegelt sich neben der alltäglichen Arbeit des Vereins auch in den von uns ausgerichteten Wettbewerben wider, in denen es keine Unterscheidung zwischen Berufs- und Amateurfotografie gibt. In unserer Rolle als Interessenvertretung der Naturfotografinnen und Naturfotografen überlappen sich die Belange beider Ansätze in einer Weise, die eine Unterscheidung gleichermaßen sinnlos erscheinen lässt.«
Aktuell lädt die GDT zum 26. Mal zum Wettbewerb "Europäischer Naturfotograf des Jahres" ein. Wie hat sich dieser Wettbewerb im Laufe der Jahre entwickelt und ist KI ein Thema, eine Herausforderung für Euch?
»Die Entwicklung des Wettbewerbs "Europäischer Naturfotograf des Jahres" sehen wir sehr positiv, mit einer Zahl von über 24.000 eingereichten Bildern hat er im letzten Jahr zum 25. Jubiläum seines Bestehens einen neuen Teilnehmerrekord erreicht. Grundsätzlich steht die GDT unter dem Label „Naturfotografie“ für authentische Fotografie im Sinne von „mit fotografischen Mitteln gestaltet und erschaffen“. Daher gibt es bei unseren Wettbewerben von jeher sorgfältig erwogene, ausdrückliche Grenzen für (nicht nur digitale) Bildmanipulation und -bearbeitung. Alle prämierten Bilder werden im Jurierungsprozess kontrolliert, unter anderem durch die Heranziehung der jeweiligen RAW-Dateien. Unsere Regeln betreffen insbesondere das Hinzufügen und Entfernen von Bildelementen. Aber neue fotografische Methoden wie z.B. Focus Stacking oder Panorama-Stitching sind uns sehr willkommen. Das gilt auch für künstlerisch-abstrakte Bilder, innovative Projekte und insgesamt neue Ideen - aber eben in fotografischer Herangehensweise und nicht als Digi-Art.
Daher ging die Diskussion um die mit generativer KI produzierten Bilder und Bildbestandteile an dieser Stelle weitgehend an uns vorbei, da unsere eigenen Grenzen für virtuelle Bilderzeugnisse schon lange deutlich enger gesteckt sind. Was uns hingegen beschäftigt, sind die gesellschaftlichen Auswirkungen durch die Flutung des Netzes mit generierten Fakebildern und -filmsequenzen. Das betrifft beispielsweise den Verlust dokumentarischer Wahrheit oder die Veränderung von Sehgewohnheiten durch immer weiter überzogene Darstellungen der Natur, sowohl in inhaltlicher als auch visueller Hinsicht.«
Was sind eigentlich die wichtigsten fotografischen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Naturfotografen und inwieweit kann die GDT hier Unterstützung leisten? 


»Wir versuchen stets, unsere Kernwerte (Authentizität, Qualität, Naturschutz und auch Internationalität) in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei sind Respekt und ehrliche Leidenschaft für die Natur insgesamt und natürlich auch eine profunde Kenntnis der speziellen Sujets in meinen Augen eine unabdingbare Grundlage für gute Naturfotografie.  Leider steht bei manchen Menschen die laute Selbstpromotion manchmal eher im Vordergrund als Qualität und Originalität. Als Verein bieten wir unseren Mitgliedern vielfältige Möglichkeiten zur Weiterentwicklung, sei es durch die zahllosen Aktionen unserer Regionalgruppen, den Austausch in einem großen Netzwerk, unsere Wettbewerbe und Ausstellungen sowie unser jährliches, internationales Naturfotofestival in Lünen.«
News & Termine
Aktuelles von unseren Mitgliedern

DGPh

Online-Portal Netzwerk DDR-Foto
Mit der Veröffentlichung zentraler Ergebnisse der Machbarkeitsstudie „DGPh Netzwerk DDR-Foto“ liegt erstmals ein systematischer Überblick über das fotografische Erbe der DDR vor. Die von der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) initiierte und von der Kulturstiftung der Länder geförderte Studie zeigt Umfang, Zustand und Perspektiven fotografischer Bestände aus der DDR und schafft damit eine zentrale Grundlage für zukünftige Forschung, Archivierung und Vermittlung.
© bpk-Fotoarchiv Bestand Gerhard Kiesling. Palast der Republik, Berlin (Ost), 1970er Jahre

Fotografie Forum Frankfurt

Ausstellung Jessica Backhaus
Seit Ende Januar zeigt das Fotografie Forum Frankfurt unter dem Titel "Shadows might Dance" eine umfassende Werkschau von Jessica Backhaus, die Arbeiten und Bücher aus 25 Schaffensjahren vereint. Jessica Backhaus Erkundungen, Collagen und sorgfältig komponierte Stillleben eröffnen eine vielschichtige visuelle Welt, die sich im Spannungsfeld zwischen Fotografie, Malerei und Objektkunst entfaltet. Zum Rahmenprogramm gehört ein Galeriegespräch mit Jessica Backhaus und Prof. Dr. Sophie Opitz am 17. April.
© Ilaria Turba, Jessica Backhaus, 2026

BVPA

Publikation BILDHONORARE 2026
Mit der Publikation BILDHONORARE 2026 veröffentlicht der Bundesverband professioneller Bildanbieter e.V. (BVPA) die aktuelle Ausgabe des etablierten Honorarkompendiums für die professionelle Nutzung von Bildern. Die Publikation richtet sich an Fotografen, Bildagenturen, Kreativdienstleister, Redaktionen, Verlage und Medienhäuser, Unternehmen, Marketing- und Kommunikationsabteilungen, Institutionen und öffentliche Auftraggeber sowie Rechtsanwälte. Die neue Ausgabe ist in gedruckter Form oder als ePaper erhältlich.

DTDF

Ausschreibung Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie
Der Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie wurde zum 10. Mal ausgeschrieben. Gesucht sind Serien zum Thema "Present Tense". Die Ausschreibung versteht diesen Begriff nicht nur als zeitliche Kategorie, sondern als Beschreibung einer Gegenwart im Spannungszustand: als unruhigen, fragilen Moment, der von Unsicherheit, Verdichtung und Veränderung geprägt ist. Bis zum 15. März 2026 können Fotograf:innen und Künstler:innen Serien über die Plattform Picter einreichen. Der Hauptpreis ist mit 10.000 € dotiert, die zehn besten Arbeiten werden ab 24. April in Darmstadt ausgestellt.
Ausblick
Branchentreffen in Hamburg

Im April gibt es gleich zwei Veranstaltungen für die Medien- und Kreativbranche in Hamburg, bei denen jeweils Künstliche Intelligenz im Fokus steht: Mit der Visuals Conference powered by PICTA am 22./23. April 2026 erweitert der BVPA · Bundesverband professioneller Bildanbieter e.V. seinen bewährten PICTAday um eine Fachkonferenz. Informationen und Tickets unter www.visuals2026.org.
Am 28./29. April folgt der German Creative Economy Summit, veranstaltet von der Hamburg Kreativ Gesellschaft. In diesem Jahr liegt der Themenschwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz und digitaler Ökonomie – Entwicklungen, die auch die fotografische Praxis derzeit tiefgreifend verändern. Informationen und Tickets unter https://german-creative-economy-summit.de/
Impressum

Vorstand des Deutschen Fotorats:
Anna Gripp (DGPh) & Julia Laatsch (FREELENS)
Stellvertreter: Christian Klant (BFF), Ingo Taubhorn (DFA)

Deutscher Fotorat e.V.
Vereinsregister: VR 25821
Registergericht: Amtsgericht Hamburg

c/o FREELENS e.V.
Alter Steinweg 15
20459 Hamburg
Deutschland

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