Deutscher Fotorat e.V.
Newsletter April 2026
Der 2021 gegründete Deutsche Fotorat ist der Dachverband der Fotografie in Deutschland und seit 2023 Mitglied im Deutschen Kulturrat. 47 Mitgliedsorganisationen setzen sich im Dachverband für das Medium Fotografie, die Fotokultur und die fotografische Berufspraxis ein.
Themen in diesem Newsletter
→ Vereinsnews & Neues aus den Arbeitsgruppen
→ Mitglieder im Fokus: Drei Fragen an Dr. Claudia Zenker-Oertel, Bundesarchiv
→ Aktuelles von unseren Mitgliedern
→ Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt
Aktuelles
Vereinsnews & Neues aus den Arbeitsgruppen

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Wege in den Beruf Fotografie – Broschüre aktualisiert

Die von der Arbeitsgruppe Bildung im Deutschen Fotorat erstellte Broschüre „Wege in den Beruf Fotografie“ erfreut sich seit der Veröffentlichung im April 2025 großer Beliebtheit und wurde vielfach heruntergeladen. Aufgrund einiger Änderungen bei den (Hoch)Schulen hat die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Peter Hytrek die Broschüre aktualisiert und bereitet nun Informationen zum Thema Weiterbildung in der Fotografie vor.

Veröffentlicht am 03.04.2026
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KI-Podcast – Folge 14

Thema sind die neuen Modelle Nano Banana 2, Seedream 5 Light und Seedance 2.0. Außerdem geht es um die massive Disruption der Produktfotografie, den Umgang mit Trainingsdaten und die Frage, warum wissenschaftliche Daten plötzlich bezahlt werden, kreative Werke aber oft nicht. Im Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Prof. Dr. Jens Schröter wird es dann grundsätzlich: Was ist Kreativität, was bleibt von der Fotografie, und wie verändert KI unseren Begriff von Authentizität, Kunst und Wirklichkeit? Und was haben UFOs, Pilze und KI gemeinsam?

Veröffentlicht am 03.04.2026
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Mitglieder im Fokus
Drei Fragen an Dr. Claudia Zenker-Oertel, Bundesarchiv

© Bundesarchiv
Das Bundesarchiv bewahrt über 20 Millionen Fotos, Luftbilder und Plakate zu den wichtigsten politischen, wirtschaftlich-sozialen und kulturellen Ereignissen der deutschen Geschichte. Wie kommen Bestände in das Archiv, welche Entscheidungskriterien haben Sie bei Übernahmen?
»Unsere wichtigsten Bildbestände stammen aus dem Deutschen Reich, der DDR und aus der Bundesrepublik, somit ist unser Fokus ein staatlicher nach dem Bundesarchivgesetz. Die meisten Übernahmen in das Bildarchiv haben wir als amtliche Anbietungen der Bundesverwaltung und ihrer Rechtsvorgänger; Ergänzungen von nichtstaatlicher und privater Seite sind möglich und eine etablierte gute fachliche Praxis.
Ergänzungen von nichtstaatlicher bzw. privater Seite sind immer sinnvoll, wenn die angebotenen Fotos unsere Bildbestände inhaltlich auf besondere Weise ergänzen können. Da wir sehr viele private Angebote erhalten, schlagen wir in der Regel eine andere aufnehmende Einrichtung vor, falls das Bildarchiv des Bundesarchivs nicht das richtige Archiv für die Bildersammlung ist.«
Ein repräsentativer Querschnitt von über 250.000 Bildern und weitere rund 135.000 Fotos der Bundesbildstelle können über das Digitale Bildarchiv des Bundesarchivs recherchiert werden“, heißt es auf Ihrer Website. Inwieweit sind die Bestände darüber hinaus für Interessierte nutzbar?
»Knapp eine halbe Million der digitalen bzw. digitalisierten Fotos sind rund um die Uhr und weltweit online bei uns recherchierbar, damit sind es knapp zwei Prozent unseres gesamten Bildbestandes. Um eine inhaltlich umfassende Antwort auf die Fragen der Nutzenden und Interessierten geben zu können, ist eine E-Mail an das Bildarchiv stets sinnvoll, da nur so ergänzend in den ausschließlich analog vorliegenden Bildbeständen recherchiert werden kann. Nichtkommerzielle Benutzungsanliegen sind in der Regel gebührenfrei.«
"Fake News“ in sozialen Medien und KI-generierte Bilder sind eine Herausforderung für die Glaubwürdigkeit von dokumentarischer Fotografie. Wie positioniert sich das Bundesarchiv zu dem Thema und wie verifizieren die Mitarbeiter den Wahrheitsgehalt von Bildern?
»Das Bildarchiv hält die authentischen Originale zur inhaltlichen Analyse und zur historischen Überprüfung vor. Wir stehen bereit für Rückfragen zu Bildinhalten, da Archive in diesem Zusammenhang einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der faktenbasierten Information und zur Vermittlung von historischen Kontexten leisten.
Derzeit übernehmen wir überwiegend analoge Bilder, die von uns Expertinnen und Experten auf die Authentizität hin inhaltlich und anhand des Originals (z. B. anhand des Negativs) geprüft werden. Bei zunehmend digitalen Bildübernahmen kann u. a. vom digitalen Negativ ausgegangen werden und auch die Bildinhalte werden quellenkritisch analysiert. Allerdings muss man fachlich zwischen den staatlichen, amtlichen Übernahmen und denen von privater, nichtstaatlicher Seite differenzieren. Auch unser Berufsverband Verband deutscher Archivarinnen und Archivare hat sich zu den ansteigenden KI-Deepfakes bei Fotos beispielsweise mit NS-Inhalten geäußert. Link zur Stellungnahme
Eine Bearbeitung unserer Fotos mit KI ist übrigens gestattet, diese darf aber den Bildinhalt nicht manipulieren und muss klar zusammen mit der eindeutigen Quellenangabe benannt werden.«
Bildergalerie
Horst Wackerbarth in der Deutschen Fotothek

Paul Saunders, Mod und Versicherungsvertreter mit seiner Freundin Soraya Mesgarzadeh, 2003, aus der Serie "Die rote Couch" | © Horst Wackerbarth / Deutsche Fotothek
Anlässlich seines 75. Geburtstages hat Horst Wackerbarth entschieden, sein Lebenswerk zur langfristigen Sicherung an drei Institutionen zu geben, an die Deutsche Fotothek, an das Haus der Geschichte NRW und in eine Stiftung, die in einem Museum angesiedelt wird. Die Deutsche Fotothek hat 430 Abzüge, überwiegend Vintage Prints, aus allen Schaffensphasen des Fotografen erhalten, außerdem das gesamte Dia- und Negativarchiv. Eine kleine Auswahl zeigen wir hier
News & Termine
Aktuelles von unseren Mitgliedern

DGPh

75. Geburtstag
Am 18. April 2026 ruft die Deutsche Gesellschaft für Photographie alle Mitglieder und Freunde der Fotografie weltweit dazu auf, am selben Tag ein Foto zu machen – als symbolischen Akt der Verbundenheit durch Licht, Wahrnehmung und Zeit. Die eingesandten Bilder formen gemeinsam ein kollektives Portrait des Tages anlässlich des 75. Jubiläums der DGPh.

BVAF

Mitgliederversammlung in Leipzig
Am 5. März 2026 trafen sich über 60 Mitglieder des Bundesverband Architekturfotografie BVAF e.V. in der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig zur jährlichen Mitgliederversammlung. Annika Feuss wurde in einer Abstimmung als Vorstandsmitglied für zwei weitere Jahre bestätigt. Stefan Schilling und Lennart Wiedemuth sind noch ein weiteres Jahr im Amt. Zum wiederholten Male besuchten drei Mitglieder des Schweizer Schwesterverbands, der IG Architekturfotografie, die Mitgliederversammlung des BVAF für einen regen und persönlichen Austausch.
© Mathis Beutel

Lette Verein

Ausstellung der Lehrenden
11 Lehrende der Fotografie und Bildmedien am Lette Verein Berlin präsentieren vom 24. bis 26 April eigene Arbeiten im Kunstquartier Bethanien. Die von Nora Lina Merten und Kathleen Pracht kuratierte Gruppenausstellung ALLES IMMER versammelt Fotografie- und Videopositionen, in denen Veränderung nicht als Ausnahme erscheint, sondern als Grundzustand - als kontinuierlicher Prozess von Transformation, Verschiebung und Neuverhandlung. Eröffnung am 24.4. um 19 Uhr. Kunstquartier Bethanien, Projektraum, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin.
© Sabine Schründer, "Off The Grid"

Zentrum für Fotografie

seeing by ear. Essener Gespräche zur Fotografie
Unter dem Titel "What Will Photography Be? An Invitation to Speculate" fand Anfang Februar 2026 das 3. Essener Symposium für Fotografie statt. Fast alle Speaker des Symposiums haben einer Veröffentlichung der Mitschnitte ihrer Vorträge zugestimmt. Audio-Dateien der Vorträge sind nun online verfügbar. Und
© Fotozentrum Essen

Female Photoclub

Ausstellung “Zwischen Auftrag und Elternschaft”
Nache einem clubinternen Call for Entries für Fotografien zum Thema Mutterschutz für Selbstständige hat der Female Photoclub eine Ausstellung realisiert, die vom 30. April bis 15. Mai 2026 in der Kreissparkasse Bersenbrück präsentiert wird. Kooperationspartner ist der Verein Mutterschutz für Alle!. Beteiligte Fotografinnen: Alexandra Vosding, Isabell Kessler, Louisa Stickelbruck, Michelle Mantel, Stefanie Auer, Veronika Hubert Natter
© Louisa Stickelbruck
Deutscher Kulturrat: Aufruf zur Teilnahme
Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt

Zum UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt am 21. Mai 2026 rufen die Mitglieder der Initiative kulturelle Integration – ein einzigartiges Bündnis von 28 Vertreterinnen und Vertretern der Sozialpartner, Religionsgemeinschaften, Medien, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, darunter der Deutsche Kulturrat, der die Initiative koordiniert – erstmals zum bundesweiten Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt auf. Im Umfeld des UNESCO-Welttags sollen möglichst zahlreiche Aktionen von unterschiedlichen Organisationen, Bündnissen oder auch Einzelpersonen durchgeführt und so vielfältige Zeichen für den Zusammenhalt in unserer freien und vielfältigen Gesellschaft gesetzt werden. Informationen unter: www.kulturelle-integration.de
Impressum

Vorstand des Deutschen Fotorats:
Anna Gripp (DGPh) & Julia Laatsch (FREELENS)
Stellvertreter: Christian Klant (BFF), Ingo Taubhorn (DFA)

Deutscher Fotorat e.V.
Vereinsregister: VR 25821
Registergericht: Amtsgericht Hamburg

c/o FREELENS e.V.
Alter Steinweg 15
20459 Hamburg
Deutschland

deutscher-fotorat.de
post@deutscher-fotorat.de
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