Deutscher Fotorat e.V.
Newsletter Mai 2026
Der 2021 gegründete Deutsche Fotorat ist der Dachverband der Fotografie in Deutschland und seit 2023 Mitglied im Deutschen Kulturrat. 47 Mitgliedsorganisationen setzen sich im Dachverband für das Medium Fotografie, die Fotokultur und die fotografische Berufspraxis ein.
Themen in diesem Newsletter
→ Vereinsnews & Neues aus den Arbeitsgruppen
→ Mitglieder im Fokus: Drei Fragen an Rüdiger Glatz, DGPh-Vorsitzender
→ Aktuelles von unseren Mitgliedern
Aktuelles
Vereinsnews & Neues aus den Arbeitsgruppen

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© Finn Jahnke
Fotorat-Diskussion bei der Triennale der Photographie Hamburg

Am 4. Juni 2026 wird die 9. Triennale der Photographie Hamburg eröffnet. Der Deutsche Fotorat nimmt mit einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Opening Days teil. Am 11. Juni um 17.30 Uhr geben Anna Gripp, Julia Laatsch und Ingo Taubhorn aus dem Vorstand Einblicke in aktuelle Themenschwerpunkte des Dachverbands: KI in der journalistischen Fotografie, fotokulturelles Erbe sowie Medien- und Bildkompetenz. Außerdem stellen wir als neues Projekt eine Expert:innen-Datenbank vor. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher:innen und rege Teilnahme aus dem Publikum! Die Moderation übernimmt der Hamburger Fotohistoriker und Autor Ulrich Rüter. Im Anschluss lädt der Freundeskreis des Hauses der Photographie ein: Surprise-Talk: BE MY FRIEND Bar. Veranstaltungsort: Festivalzentrum, Deichtorstraße 1-2, 20095 Hamburg. Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich.

Veröffentlicht am 19.05.2026
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© Grafik: KI-generiert / NotebookLM / Julia Laatsch
Stellungnahme des Deutschen Fotorats

Der Deutsche Fotorat wurde eingeladen, zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung des zivilrechtlichen und strafrechtlichen Schutzes vor digitaler Gewalt Stellung zu beziehen. Wir veröffentlichen hier unsere Stellungnahme, die am 22. Mai 2026 an die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Stefanie Hubig (SPD), verschickt wurde.

Veröffentlicht am 23.05.2026
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KI-Podcast Folge 16

"Algorithmische Fotografie" zu "Deepfake-Erkennung": KI-Bild- und Videomodelle entwickeln sich gerade in einem Tempo, bei dem selbst Profis kaum hinterherkommen: Midjourney korrigiert seinen Kurs, ChatGPT Image 2 holt überraschend auf, und aus China kommen neue Videomodelle wie Wan 2.7 und Happy Horse. Gleichzeitig wird sichtbar, dass diese kreative Explosion teuer ist ...

Veröffentlicht am 17.05.2026
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Mitglieder im Fokus
Drei Fragen an Rüdiger Glatz, DGPh-Vorsitzender

DGPh-Mitgliederversammlung 2023 in Berlin | © Barbara Wolff
Anlässlich ihres 75. Geburtstages am 18. April hat die DGPh eingeladen, ein an diesem Tag fotografiertes Einzelbild einzureichen. Wo kann man diese Bilder anschauen? Wie war die Resonanz und was sagt uns das Ergebnis über die Fotografie heute?
»Die Aktion „Moment of Exposure" lief unter wecelebratephotography.com. Eingeladen waren Fotograf:innen weltweit, ein einziges Bild einzureichen, das am 18. April 2026 entstanden ist - dem Tag, an dem die DGPh ihren 75. Geburtstag beging. Die 450 Einreichungen sind seit kurzem in einer fortlaufenden Slideshow auf wecelebratephotography.com sowie auf dgph.de zu sehen und werden uns über das Jubiläumsjahr hinaus begleiten.
Das Echo hat uns bestätigt, was wir vermutet hatten: Es gibt ein großes Bedürfnis, Fotografie nicht nur als Werk, sondern auch als gemeinsamen Moment zu erleben. Beiträge aus sehr unterschiedlichen Kontexten - professionell wie nicht-professionell, dokumentarisch, inszeniert, beiläufig - stehen nebeneinander und ergeben in ihrer Summe ein Porträt eines einzigen Tages auf diesem Planeten, gesehen durch viele Augen. Was sagt uns das über die Fotografie heute? Dass sie demokratischer geworden ist, ohne dabei an Ernsthaftigkeit zu verlieren. Und dass das fotografische Bild nach wie vor ein spannender Träger von Perspektive und Zeit, in diesem Fall auch von gemeinsamer Zeit, ist.«
Was plant die DGPh außerdem in ihrem Jubiläumsjahr? Auf welche Highlights können wir uns freuen?
»Das Jubiläumsjahr ist bewusst nicht als einzelne Festveranstaltung angelegt, sondern als Folge von Stationen.
Am 19. September folgt ein Symposium zum Fotobuch in der Staatsbibliothek zu Berlin Unter den Linden. Am Abend desselben Tages laden wir gemeinsam mit Fotografiska Berlin zu einer Veranstaltung am Schließwochenende der dortigen Anton-Corbijn-Ausstellung ein. Für diesen Abend rufen wir zu einem weiteren Call for Pictures auf; die Ergebnisse werden im Ballroom auf der dortigen fantastischen LED-Wand von 3,8 × 6,5 Metern präsentiert.
Den Höhepunkt bildet das Jubiläumswochenende am 24. und 25. Oktober im MAKK Köln: die Verleihung unseres Kulturpreises, der Manfred-Heiting-Medaille und des Dr.-Erich-Salomon-Preises sowie die Eröffnung der Ausstellung „75 Jahre DGPh” und unsere Mitgliederversammlung.
Parallel läuft über das gesamte Jubiläumsjahr die Reihe „75 Jahre DGPh - 75 Interviews", kuratiert und geführt von Ute Noll, die für das Projekt 75 Mitglieder der DGPh interviewt. Die Gespräche erscheinen fortlaufend auf unserer Website und in den sozialen Medien.«
Wie wird man Mitglied in der DGPh und welche Vorteile hat eine Mitgliedschaft?
»Die DGPh ist eine Berufungsgesellschaft - die Mitgliedschaft entsteht nicht durch Antrag, sondern auf Vorschlag aus den Reihen der Mitglieder. Wer für die Fotografie als Disziplin, Markt, Wissenschaft, Bildung oder Kultur einen relevanten Beitrag leistet, kann von zwei Mitgliedern nominiert werden; über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Aktuell zählt die DGPh rund 1.200 Mitglieder.
Neben dem strukturellen Nutzen ist es selbstverständlich auch eine Ehre, zum Kreis der Berufenen zu gehören. Darin eint die DGPh sich mit der DFA und dem BFF, die ebenfalls über ein Aufnahmeverfahren verfügen und damit einen Anspruch an die Qualität ihrer Mitgliedschaft formulieren. Der strukturelle Nutzen liegt im Zugang zu einem über Jahrzehnte gewachsenen Netzwerk aus Fotograf:innen, Kurator:innen, Verleger:innen, Wissenschaftler:innen, Sammler*innen und Bildungsverantwortlichen sowie in der Möglichkeit zur Mitsprache und zum fachlichen Austausch in den sieben Sektionen, in denen die inhaltliche Arbeit der Gesellschaft geleistet wird. Wer darüber hinaus den Schritt ins Ehrenamt geht, kann sich an Jurys und Programmen beteiligen – und damit an der Gestaltung dessen mitwirken, was Fotografie in Deutschland öffentlich repräsentiert. Das ist zumindest unser Anspruch, an dem wir uns auch abarbeiten werden, da er historisch in der DNA der DGPh steckt.
Darüber hinaus denken wir derzeit über ein neues, begleitendes Format nach, das Fotobegeisterten künftig die Möglichkeit geben soll, an die DGPh anzudocken, ohne den Weg über die Berufungsmitgliedschaft zu gehen. Konkretes dazu zu gegebener Zeit.«
Bildergalerie
Ausstellung bpk-Fotoarchiv

Konrad Hoffmeister, Berlin (Ost), 1957/1958 | © bpk-Fotoarchiv / Konrad Hoffmeister
Mit der Ausstellung Im Rhythmus der Großstadt. 100 Jahre Fotografie und Presse in Berlin (12. Juni – 20. Dezember 2026 im Stabi Kulturwerk) bietet das bpk-Fotoarchiv Einblick in seine umfangreichen fotografischen Schätze. Präsentiert werden zudem Zeitungen aus der Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin sowie zeitgenössische Arbeiten von Fotograf:innen der renommierten Agentur OSTKREUZ. Eine kleine Auswahl zeigen hier
News & Termine
Aktuelles von unseren Mitgliedern

Deichtorhallen Hamburg

Start der 9. Triennale der Photographie
Am 4. Juni 2026 um 20 Uhr wird die 9. Triennale der Photographie Hamburg in den Deichtorhallen Hamburg eröffnet. Die Opening Days finden vom 4. bis 14. Juni 2026 statt (siehe auch Podiumsdiskussion vom Deutschen Fotorat am 11. Juni). Mit dem Freundeskreis des Hauses der Photographie und dem Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg sind zwei Mitgliedsorganisationen vom Deutschen Fotorat an dieser wichtigen Fotografie-Veranstaltung beteiligt.
© Mario Cravo Neto, Odé, 1989

Akademie für Fotografie

Ausstellung "There we are now"
Während der 9. Triennale der Photographie in Hamburg präsentiert die Akademie für Fotografie vom 5. bis 14. Juni fünf Positionen von Absolvent:innen in der Ausstellung "There we are now". Ausgehend vom Leitthema "Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other" entwickeln die Arbeiten von Nikolai Frerichs, Andreas Hopfgarten, Katinka Schuett & Anna Tiessen, Yves Suter, Sabrina Weniger unterschiedliche künstlerische Zugänge – experimentell, poetisch und dokumentarisch. Im Zentrum steht das Spannungsfeld von Unendlichkeit und Vergänglichkeit: die Spuren, die Begegnungen hinterlassen, und Bilder, die Dauer behaupten und zugleich vom Vergehen erzählen. Vernissage: Fr, 05.06.2026, 19:00
© Katinka Schuett & Anna Tiessen

BFF

Symposium in Frankfurt/Main
Am 7. Juni 2026 von 10 bis 15 Uhr veranstaltet die BFF-Akademie das Symposium Frame/Work im Fotografie Forum Frankfurt. Auf dem Panel diskutieren über die Gegenwart und Zukunft der Fotografie –technologisch, wirtschaftlich, künstlerisch – die Fotografinnen Gabo und Agnieszka Doroszewicz, Stephan Riediger (Leica Camera AG) und Stefan Neumann (Hahnemühle FineArt GmbH). Den Abschluss bildet ein moderierter Paneltalk mit allen vier Speakern sowie Nina Mößle, Galeristin der Galerie Anita Beckers, Frankfurt. Eintritt: 10 € für BFF-Mitglieder, 15 € für externe Gäste. Details und Anmeldung:

FREELENS

Symposium und MV in Dresden
Am Freitag, den 19. Juni, findet das FREELENS Symposium in Kooperation mit der Deutschen Fotothek zum Thema »Damit Bilder bleiben! Das fotografische Archiv als visuelles Gedächtnis« statt. Im Zentrum stehen die drängenden Fragen rund um fotografische Vor- und Nachlässe, die häufig unzureichend erschlossen, gelagert oder bewertet sind. Einen Tag später folgt die interne Mitgliederversammlung. Veranstaltungsort: Deutsche Fotothek
© Estate Sibylle Bergemann/OSTKREUZ

DGPh AG '89+

Symposium in Halle (Saale): Im Angesicht des Wandels
Anlässlich der Ausstellung "Helga Paris. Häuser und Gesichter. Halle 1983–85" (Kunstmuseum Moritzburg, Halle (Saale)) und als Fortsetzung der ersten beiden Symposien zur ostdeutschen Fotografie (Long Time, No See, 2022 und Erbe sichern, um Zukunft zu gestalten, 2024), lädt die Gruppe ’89+ der Deutschen Gesellschaft für Photographie am 25./26. Juni erneut zu einem Symposium ein, das sich dieses Mal dem Porträt im Kontext des östlichen Deutschlands widmet – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Begriff „Porträt“ wird in dem Rahmen weiter gefasst, als Porträt relevanter Akteur:innen, aktueller Fragestellungen und historischer Entwicklungen.  Details und Anmeldung:
© Andreas Rost, 3. Oktober 1990
Impressum

Vorstand des Deutschen Fotorats:
Anna Gripp (DGPh) & Julia Laatsch (FREELENS)
Stellvertreter: Christian Klant (BFF), Ingo Taubhorn (DFA)

Deutscher Fotorat e.V.
Vereinsregister: VR 25821
Registergericht: Amtsgericht Hamburg

c/o FREELENS e.V.
Alter Steinweg 15
20459 Hamburg
Deutschland

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