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Mitglieder im Fokus
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Drei Fragen an Rüdiger Glatz, DGPh-Vorsitzender
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DGPh-Mitgliederversammlung 2023 in Berlin | © Barbara Wolff
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Anlässlich ihres 75. Geburtstages am 18. April hat die DGPh eingeladen, ein an diesem Tag fotografiertes Einzelbild einzureichen. Wo kann man diese Bilder anschauen? Wie war die Resonanz und was sagt uns das Ergebnis über die Fotografie heute?
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»Die Aktion „Moment of Exposure" lief unter wecelebratephotography.com. Eingeladen waren Fotograf:innen weltweit, ein einziges Bild einzureichen, das am 18. April 2026 entstanden ist - dem Tag, an dem die DGPh ihren 75. Geburtstag beging. Die 450 Einreichungen sind seit kurzem in einer fortlaufenden Slideshow auf wecelebratephotography.com sowie auf dgph.de zu sehen und werden uns über das Jubiläumsjahr hinaus begleiten. Das Echo hat uns bestätigt, was wir vermutet hatten: Es gibt ein großes Bedürfnis, Fotografie nicht nur als Werk, sondern auch als gemeinsamen Moment zu erleben. Beiträge aus sehr unterschiedlichen Kontexten - professionell wie nicht-professionell, dokumentarisch, inszeniert, beiläufig - stehen nebeneinander und ergeben in ihrer Summe ein Porträt eines einzigen Tages auf diesem Planeten, gesehen durch viele Augen. Was sagt uns das über die Fotografie heute? Dass sie demokratischer geworden ist, ohne dabei an Ernsthaftigkeit zu verlieren. Und dass das fotografische Bild nach wie vor ein spannender Träger von Perspektive und Zeit, in diesem Fall auch von gemeinsamer Zeit, ist.«
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Was plant die DGPh außerdem in ihrem Jubiläumsjahr? Auf welche Highlights können wir uns freuen?
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»Das Jubiläumsjahr ist bewusst nicht als einzelne Festveranstaltung angelegt, sondern als Folge von Stationen. Am 19. September folgt ein Symposium zum Fotobuch in der Staatsbibliothek zu Berlin Unter den Linden. Am Abend desselben Tages laden wir gemeinsam mit Fotografiska Berlin zu einer Veranstaltung am Schließwochenende der dortigen Anton-Corbijn-Ausstellung ein. Für diesen Abend rufen wir zu einem weiteren Call for Pictures auf; die Ergebnisse werden im Ballroom auf der dortigen fantastischen LED-Wand von 3,8 × 6,5 Metern präsentiert. Den Höhepunkt bildet das Jubiläumswochenende am 24. und 25. Oktober im MAKK Köln: die Verleihung unseres Kulturpreises, der Manfred-Heiting-Medaille und des Dr.-Erich-Salomon-Preises sowie die Eröffnung der Ausstellung „75 Jahre DGPh” und unsere Mitgliederversammlung. Parallel läuft über das gesamte Jubiläumsjahr die Reihe „75 Jahre DGPh - 75 Interviews", kuratiert und geführt von Ute Noll, die für das Projekt 75 Mitglieder der DGPh interviewt. Die Gespräche erscheinen fortlaufend auf unserer Website und in den sozialen Medien.«
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Wie wird man Mitglied in der DGPh und welche Vorteile hat eine Mitgliedschaft?
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»Die DGPh ist eine Berufungsgesellschaft - die Mitgliedschaft entsteht nicht durch Antrag, sondern auf Vorschlag aus den Reihen der Mitglieder. Wer für die Fotografie als Disziplin, Markt, Wissenschaft, Bildung oder Kultur einen relevanten Beitrag leistet, kann von zwei Mitgliedern nominiert werden; über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Aktuell zählt die DGPh rund 1.200 Mitglieder. Neben dem strukturellen Nutzen ist es selbstverständlich auch eine Ehre, zum Kreis der Berufenen zu gehören. Darin eint die DGPh sich mit der DFA und dem BFF, die ebenfalls über ein Aufnahmeverfahren verfügen und damit einen Anspruch an die Qualität ihrer Mitgliedschaft formulieren. Der strukturelle Nutzen liegt im Zugang zu einem über Jahrzehnte gewachsenen Netzwerk aus Fotograf:innen, Kurator:innen, Verleger:innen, Wissenschaftler:innen, Sammler*innen und Bildungsverantwortlichen sowie in der Möglichkeit zur Mitsprache und zum fachlichen Austausch in den sieben Sektionen, in denen die inhaltliche Arbeit der Gesellschaft geleistet wird. Wer darüber hinaus den Schritt ins Ehrenamt geht, kann sich an Jurys und Programmen beteiligen – und damit an der Gestaltung dessen mitwirken, was Fotografie in Deutschland öffentlich repräsentiert. Das ist zumindest unser Anspruch, an dem wir uns auch abarbeiten werden, da er historisch in der DNA der DGPh steckt. Darüber hinaus denken wir derzeit über ein neues, begleitendes Format nach, das Fotobegeisterten künftig die Möglichkeit geben soll, an die DGPh anzudocken, ohne den Weg über die Berufungsmitgliedschaft zu gehen. Konkretes dazu zu gegebener Zeit.«
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